Der Geländerverein

25 Jahre sind seit dem ersten Auftreten der Gesangsgruppe der Großen Karneval- Gesellschaft Bad Kreuznach vergangen.

Ihren Namen "Geländerverein" erhielt die Gruppe von dem von 1977 bis 1985 amtierenden Präsidenten, Ehrenmitglied Richard Walter, der für die ersten Auftritte 1978 auch die Texte zu ihrem Parodienpotpourri beisteuerte. Die Begründung gab der Pate in der Herrensitzung 1978: Der Geländerverein trifft sich auf der Alten Nahebrücke und glossiert beim Blick über das Brückengeländer das Leben in Bad Kreuznach sowie das Zeitgeschehen in aller Welt.

Manche Wandlung hat der "Geländerverein" in den letzen 25 Jahren seines erfolgreichen Bestehens erlebt. Von den acht Gründungsmitgliedern unter "Boß" Udo Hoffmann ist nur noch Arthur Drosse in ununterbrochener Folge mit von der Partie und betreut die Gruppe.

Früher kam die Begleitmusik von Klavier, Gitarre, Schlagzeug, heute geben zwei Gitarren Melodie und Rhythmus an. Die Anforderung an den "Geländerverein" stiegen von Jahr zu Jahr. Stets versuchte die Sängergruppe mit ihren Auftritten "up to date" zu sein. Ob "Dokder Eisenbarth", der das Kurhaus saniert (1978), ob "Haus Brandenburg", das zusammenfällt oder "Hoch auf dem gelben Wagen fahr'n wir ins Narrenland" aus der Anfangszeit über die neue deutsche Welle mit der punkigen "Kreuznacher Band" und Nena und die Breakdancer 1984 bis zu den jüngsten Auftritten.

Wechselte früher jede Saison die Maske, so präsentiert sich der Geländerverein seit einigen Jahren in grellem"Schwarz-Weiß". "Die durchgestylteste Nummer", schrieb denn auch Dr. Märzhäuser im Öffentlichen Anzeiger über den Auftritt 1998, "bot in der Einstudierung von Arthur Drosse und mit den Texten von Klaus-Peter Müller der Geländerverein! Mit Gerd Moszinsky, Joachim Höfler, Karl-Heinz und Kai-Uwe Pflügl sowie Iris Denn wurde das Ensemble zu einem Stimmungskraftwerk, das die Zuschauer aus den Sitzen hob - präzis in Wort und Musik, zielsicher in den Pointen, perfekt in Gestik und Mimik".